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Historie des SCI

Vorwort des Chronisten
Schon während meiner Amtszeit als Präsident kam mir der Gedanke, dass es endlich Zeit wäre, die Geschichte des SC Illnau auf der Homepage zu veröffentlichen. Immer wieder kommen beim lustigen Zusammensein alte Geschichten zu Tage, die meiner Meinung nach den wahren Geist des SCI's ausmachen. Doch je weiter die Zeit voranschreitet, desto schwieriger wird es natürlich, die Ereignisse in den richtigen Zeitrahmen zu setzen. Nach 10 Jahren weiss man einfach nicht mehr, wann, wer, wo gespielt hat, wie die Mannschaft in der Saison XY die Meisterschaft abgeschlossen hat oder wer der damalige Trainer bei den Junioren war. Dank der Unterstützung von Urgestein Pascal Amsler und anderer SCI-ler ist es mir aber gelungen, einen einigermassen lückenlosen Ablauf der Ereignisse darzustellen. Gibt's etwas, was ich vergessen habe, Daten die nicht stimmen oder Anekdoten, die Eurer Meinung nach unbedingt in Geschichte gehören, meldet Euch bei mir! Ich bin froh für jedes Feedback. Ausserdem sollte nicht wieder ein Jahrzehnt vergehen bis zum nächsten Update.

Olaf Bertschinger




SCI 1994
Der SCI ist im Jahre 1994 gegründet worden, als sich einige Leichtathleten vom Turnverein Illnau (TVI) abspalteten. Die jungen Leichtathleten, unter der Führung von Oberturner Urs Käppeli (Präsident des SC Illnau von 1994-1998), wollten mehr Mitsprache in dem, von dem "Alten" regierten, TV Illnau. Das einziges Mittel, um sich möglichst schnell selber regieren zu können, war die Gründung eines eigenen Vereins. Im neuen Club sollte im Sommer Leichtathletik und im Winter Unihockey, als Ausgleichsport, betrieben werden.
So kam es wie es kommen musste, mit unschönen Nebengeräuschen verlor der Turnverein, praktisch auf einen Schlag, seinen gesamten Nachwuchs. Darauf folgte, für Städter und Unbeteiligte vielleicht etwas schwer nachvollziehbar, für ein paar Jahre, eine "Dörfliche Eiszeit" zwischen den Exponenten der jeweiligen Vereine, Sport Club und Turnverein.
Ursprünglich war geplant gewesen, dass der neu gegründete Verein Sport Gruppe Illnau (SGI) heissen sollte. Dagegen begann jedoch die Schützengesellschaft Illnau zu protestieren . (Anm: Noch heute findet man auf den Turnhallenbelegungsplänen der Schulgemeinde, das Kürzel SGI.) Um es sich nicht auch noch mit den Schützen zu verscherzen, gaben die jungen Sportler nach, und beschlossen den Verein fortan Sport Club Illnau zu nennen.



Von der erste Unihockey Saison bis zum Aufstieg 1998
Gleich in der ersten Saison ging es, wegen der grossen Anzahl von Unihockeybegeisterten, mit zwei Mannschaften in der 4.Liga KF los.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass es vor allem am Anfang der Saison zu teils grotesken Szenen bei Meisterschaftsspielen kam, war doch Pascal Amsler (Präsident des SC Illnau von 1998-2000 und seit 2004) als einziger Spieler "Unihockey vorgeprägt". Er alleine kannte somit auch die Spielregeln, was man von den restlichen 20 Personen nicht gerade sagen durfte.
Das erste SCI-Tor erzielte Simon Beeli, auf Zuspiel von Dominik "Gege" Göldi im ersten Meisterschaftsspiel gegen den UHC Wila. Das Spiel endete übrigens auch mit dem erste SCI Sieg und war das erste Heimspiel in der Geschichte. Es fand im Schulhaus Watt, in Effretikon statt. Im Anschluss daran sprach man dann, SCI typisch, sofort vom Aufstieg in die 3. Liga, bis man im 2. Spiel des Tages die erste Kanterniederlage der noch jungen Geschichte einstecken musste.

Auf die 2. Saison gelang es dem Präsidenten Käppeli und seinem Teamchef Amsler, denn ersten "Sensationstransfer" zu tätigen. Beim Skifahren in Crans-Montana wurde ein damals hoffnungsvolles Nachwuchstalent, dem eine glänzende Unihockeykarriere in der NLA vorausgesagt wurde, mit 5 Liter Heineken Bier gekauft, und vom 1. Ligisten Rapperswil-Jona nach Illnau transferiert. (Anm: Olaf Bertschinger: Präsident des SC Illnau von 2000-2002) Dank diesem „Schnäppchen“ kam man in den darauffolgenden Saisons endlich näher an die Tabellenspitze heran. Unter der Dominanz des mittlerweile Legendären 1. Illnauer "Atomblocks", mit der Sturmspitze Simon "das Händchen" Hug, Center Olaf "die Tormaschine" Bertschinger und dem knallharten Verteidiger Pascal "Haudruff" Amsler versetze man die Gegner in Angst und Schrecken. Und es ging weiter voran, denn im Schatten dieses ersten Blocks reiften Spielertalente heran, wie etwa der "junge" Stef Hürzeler.
In der Saison 1997/1998 war es dann soweit, die 1. Mannschaft gewann die Gruppe, und konnte in die 3. Liga KF aufsteigen.


Nur ein Jahr in der 3. Liga
In der Saison 1998/1999 spielte man im vorderen Bereich der Gruppe mit, und Dank dem Ausbau des Grossfeldunihockey und der Neueinführung der 2.Liga GF wäre man sogar in die 2.Liga KF aufgestiegen. Viele SCI Spieler wollte aber ebenfalls aufs Grossfeld wechseln, um einmal "richtiges" Unihockey spielen zu können, und so berwarb sich der Club also beim SUHV um eine Grossfeldlizenz, welche dann auch ohne Probleme erteilt wurde.


Die Saison 99/2000: Das Abenteuer Grossfeld beginnt
Man stürzte sich also ins Abenteuer Grossfeld. Anzahl Spieler mit Grossfelderfahrung: 0 (NULL)
Einzig Stef Hürzeler (unser Schiri, welcher schon damals Grossfeldspiele leitete) kannte ein wenig die neuen taktischen Formen, die sich von denjenigen des Kleinfeldes doch erheblich unterscheiden. (Anm: Ich habe noch heute ab und zu noch das Gefühl, als hätten es immer noch nicht alle Begriffen.) Er war es also, der uns das "Wissen" ums Grossfeld vermitteln musste, auch wenn der erste Trainer offiziell Daniel Rössler hiess.
Natürlich braucht eine GF-Mannschaft auch erheblich mehr Spieler. Die Spielerdecke an wirklich talentierten Akteuren war aber schon immer ziemlich dünn im Verein, und auch von den Junioren war nichts zu erwarten. So war schon vor Beginn der Saison klar, dass man wohl nicht an der Spitze mitspielen würde. Das 1.Grossfeldspiel war ein Freundschaftsspiel gegen den UHT LC Rapperswil-Jona (damals noch in der 1.Liga GF), im Grünfeld in Jona. Der SCI gewann das Spiel gegen reichlich dezimierte, und mit A/B-Junioren verstärkte, Rapperswiler. An das Resultat kann ich mich leider nicht mehr erinnern, nur daran, dass einige Leute im Umfeld schon vom Aufstieg in die 1. Liga sprachen....
Am Ende der Spielzeit befand man sich Mittelfeld, ich glaube auf Rang 5, bis heute die noch immer beste Klassierung auf dem Grossfeld. Man hatte zum Teil gute Resultate erzielt, doch um ganz vorne mitzumischen war man aber schon damals viel zu unkonstant. Man konnte jedoch von einem geglückten Einstand auf dem Grossfeld sprechen.


Die Grossfeldmannschaft 1999 - 2007
Schon in der ersten Saison lief alles recht chaotisch ab. Dani Rössler trat in der Mitte der Saison von seinem Traineramt zurück. An seine Stelle traten Olaf Bertschinger und Stef Hürzeler. Es war die Geburtsstunde der Ära des "Eisigen Windes". Ein knallharter, unerbittlicher Trainer sollte mit der laschen Trainingseinstellung des Teams ein für alle mal aufräumen. Doch die Konflikte, welche das Spielertraineramt so mit sich bringen, brachten auch Olaf Bertschinger zum Scheitern.
Auf die Saison 2000/2001 versuchte sich der Neuzugang Alex Salowski als Trainer bei den Herren, aber auch dieser scheiterte nach wenigen Monaten. Der SCI spielte am Tabellenende jeweils um den zweitletzten Platz.
Auf die Saison 2001/2002 musste sich mal wieder einiges ändern. Man spielte innerhalb des Vorstands sogar mit dem Gedanken sich wieder vom Grossfeld zurückzuziehen. Am Ende entschied man sich dafür, die Mannschaft drastisch zu verjüngen. Ein paar Junioren wurden direkt in die 1. Mannschaft geholt, obwohl sie noch ein paar Jahre bei den A-Junioren hätten spielen können. Der "Eisige Wind" kam zu einem Comeback. Trotz der relativ grossen Unerfahrenheit der Mannschaft ging es wieder aufwärts – dieses mal bis ins hintere Mittelfeld der Gruppe. Die Junioren spielten eine hervorragende erste Saison, man dachte jetzt sei die Mannschaft über dem Berg, aber nix war’s. In der folgenden Saison ging es schon wieder in Richtung Tabellenende, schlimmer noch, man war sogar mehrmals nicht in der Lage mit zwei Blöcken an Meisterschaftrunden aufzutauchen. Der "Eisige Wind" gab zur Saisonmitte gefrustet sein Amt wieder mal ab.
Der SCI entwickelte sich immer mehr zur Lachnummer der Gruppe. Es muss jedoch gesagt werden, dass die Stimmung innerhalb des Teams, trotz der vielen Niederlagen, immer gut war.
Eines war aber klar, es konnte nur mit einem "richtigen" Trainer vorwärts gehen. Während der Saison 2002/2003 brachte Tino Bacilieri, welcher als Assistenztrainer der Gehörlosen Nationalmannschaft fungierte, Roger Gehret, den Haupttrainer der Gehörlosen, zum SCI. Der SCI hatte endlich einen externen Trainer, nur leider konnte sich dieser der Mannschaft nicht die nötigen Impulse verleihen. Wieder war der SCI am Tabellenende zu finden. Die Mannschaft lieferte zwar immer wieder gute Spiel ab, so konnte in dieser Saison zum Beispiel der später Aufsteiger Bassersdorf in einem Spiel sogar geschlagen werden. Dies gelang dem SCI übrigens immer wieder, der Mythos vom "Dä Liider häm mer no immer gschlagä" war geboren. Auch Roger Gehret scheiterte also am SCI. Als nächstes versuchten sich Pascal Amsler und Stef Hürzeler. Am Saisonende setzten sie sich das Ziel, nach der verkorksten Meisterschaft, die Mannschaft für den CH-Cup "fit" zu machen.
Nochmals rissen sich die Spieler zusammen. Die Trainingspräsenz war so hervorragend wie nie zuvor, trotz Konditionstrainings waren meist die gewünschten zwei Blöcke im Training anwesend. Die Belohnung war das erstmalige Erreichen der 3. Cuprunde nach einen waren "Krimi" gegen den UHC Wehntal Regensdorf. Jetzt lag sogar ein Spiel gegen den Rekordschweizermeister Rot-Weiss Chur in Griffnähe. Durch einige Ferienabsenzen geschwächt, verloren die Illnauer das entscheidende nächste Spiel gegen den 1. Ligisten Mettmenstetten Unicorns, knapp mit 1:3.
Dann kam der "Messias". Peter Buchs, der langjährige Trainer vom Erzrivalen UHC Russikon-Fehraltorf, schien vom "Geist" der SCI-ler sichtlich angetan zu sein. Er bot an die Mannschaft auf die Saison 2003/2004 zu trainieren. Endlich hatte der SCI den "richtigen" Trainer gefunden. Peter gelang es, die Mannschaft in den Griff zu kriegen. Zwar mussten beide Parteien Zugeständnisse machen, doch mit der Zeit wussten Trainer und Mannschaft was drin lag, und was nicht. Nach langer Durststrecke gelang es der 1. Mannschaft sich vom Tabellenende weg zu bewegen. Neue, routinierte Spieler stiessen zur Mannschaft, und so gelang es endlich einmal wieder die Saison im hinteren Mittelfeld abzuschliessen – und natürlich konnte man den späteren Aufsteiger Rychenberg Winterthur II in einem Spiel bezwingen. (Ebä, de Liider...)
Es geht also wieder bergauf mit dem Aushängeschild des Sport Clubs. Auf die neue Saison werden nochmals neue, erfahrene Spieler zum Team stossen. Peter Buchs bliebt der Mannschaft trotz kurzfristigem Abgang (zu GC Unihockey) erhalten, aber irgendwie lief es danach nicht mehr so rund wie vorher. Kurz vor der Winterpause entschieden sich die Betroffenen, getrennte Wege zu gehen. Peter übernahm das 1. Liga Herrenteam von Laupen. Auf diese Saison hin wechselte er zu den Damen von Winterthur United, in die NLB. Das Trainertrio im SCI bis Ende Saison hiess somit mal wieder Hürzeler, Kihm, Bertschinger. Jürg wechselte anfangs April Richtung Australien, zur dortigen Nationalmannschaft. Die momentane Führung des Herren I obliegt damit wieder dem allteingespielten Duo Hürzeler/Bertschinger.
Im Abschluss an die Saison 2006/2007 kommt es nach 8 Jahren zur vorläufigen Auflösung der Grossfeldmannschaft. Die Spielerdecke ist einfach zu dünn geworden. Es würde keinen Sinn mehr machen sich noch einmal durch eine komplette Saison zu kämpfen und auf 1-2 Siege zu hoffen.

Die Statistik der SCI-GF-Ära (Excel-Datei)



Der SC Illnau, die "Leichtathletikgrossmacht" des KTVW
Wie Anfangs erwähnt wurde der SCI als polysportiver Verein gegründet. Das hiess, dass man sich in den Sommermonaten der Leichtathletik widmete. Unter der Regie von 1500m Schweizermeister Käppeli wurde somit fleissig der Laufschule, dem Sprint, dem Langstreckenlauf, dem Speerwurf und all den anderen wunderbaren Sportarten gefrönt, welche Olympia in den vergangenen 1700 Jahren so hervorgebracht hat.
Ein erstes Gesuch um Aufnahme in den KTVW (Kantonaler Turnverband der Region Winterthur) wurde im ersten Jahr noch abgelehnt, dies mit der fadenscheinigen Begründung, der SCI haben in seinen Statuten keinen Vermerk, dass man politisch und religiös neutral sei. (Anm: Man munkelte, dass der TV Illnau beim Aufnahmeentscheid sein Veto eingebracht hat, um sich zu rächen.) An der nächsten GV wurden die Statuten geändert und einer Aufnahme in den Verband stand 1995, auch formell, nichts mehr im Wege.
Die Rache des SCI für diese Verzögerung war furchtbar!
Wie die Hunnen fielen sie an den Turnfestern ein. Jahrzehntelang schlummerte die Turnergemeinde so vor sich hin, war bodenständig, traditionsbewusst und fröhlich, doch dann kam der Sport Club über sie. Sex, Drugs and Rock’n Roll – oder: "Trari, Trara der Guidon und der Glaus sind da!" Getrunken wurde zwar schon früher an Turnfestern, jedoch erst nach dem Wettkampf. Jetzt wurde halt schon während dem Sport gesoffen und dazu noch gekifft.
Man kann sich denken, dass der SC Illnau in der Beliebtheitsskala ziemlich am untersten Ende zu finden war. Am schlimmsten traf die Turnvereine wohl aber die Tatsache, dass der SCI immer erfolgreicher wurde. Nicht gerade beim Turnfest, jedoch bei den 3-Kampfmeisterschaften und den Stafetten räumte man, dank Leuten wie Käppeli, Akeret, Rohner und Amsler, die Medaillen nur so ab.
Als Höhepunkt die Olympische Staffel (100m-200m-400m-800m Lauf)auf dem Deutweg in Winti: Gold für SCI 1 (Käppeli und Co.), Bronze SCI 2 (Guidon und Co.!!!!!), angetreten im Unihockeytenu mit Goat und Rückennummer!
Die goldenen Zeiten währten jedoch nicht lange. Die neuen Vereinsmitglieder kamen zum SCI um Unihockey zu spielen. Leichtathletiktrainings waren so populär wie alkoholfreies Bier, und mit dem Rückzug der "alten Garde" aus dem Verein, kam dann auch das aus für die Leichtathletik und somit der Austritt aus dem KTVW im Jahre 1999.


Die Damenmannschaft
1996 kam an einer Vorstandssitzung der Plan zur Gründung einer Damenmannschaft aufs Parkett. Eine Juniorenmannschaft war schon 1995 gegründet worden. Initiant war Präsident Käppeli. Seine Argumente: Der SCI müsse sich mehr dem Breitensport widmen, und ausserdem sei es gut für das Vereinsleben, wenn nicht nur "Böcke" im Club zu finden seien.
Es folgte eine hitzige Debatte zwischen dem Präsidenten und dem damaligen Vize, Jürg Zollinger. Dieser prophezeite, dass dies der Anfang vom Ende des SCI sein werde: O-Ton: "Die werdet ois nur Ärger mache!" Käppeli setze sich durch, der Vorstand beschloss eine Juniorinnenmannschaft zu gründen.
Als Trainer fungierte Urs Käppeli, Olaf Bertschinger amtete als sein Assistent. Die Aufgabenteilung war klar. Urs war für die Kondition zuständig, Olaf sollte den Mädels den richtigen Umgang mit Ball und Stock beibringen. Der Erfolg in Illnau war durchschlagend. An die 20 Mädchen waren in den Trainings regelmässig anwesend. Erstaunlicherweise blieben die meisten, auch wenn "Drillsergeant" Käppeli sich jede erdenkliche Gemeinheit zwecks Stärkung der Kondition einfallen liess.
Die erste Saison verlief recht erfolgreich. Die SCI-lerinnen spielten sich im Mittelfeld durch die Saison. Auch die Clubanlässe wurden durch die Damen um einiges attraktiver, und da und dort kam es sogar zu zarten Banden der Liebe mit männlichen Vereinsmitgliedern. Natürlich gab es auch Eifersüchteleien und andere kleinere Problemchen, dann schlug jeweils die Stunde des Jürg Z. O-Ton: "Ich has ja scho immer gseit, nüt als Ärger werdet mer ha mit dene!"
Nach einer Saison als Juniorinnen wurde die Mannschaft aus Altersgründen in die 2. Liga Kleinfeld der Damen überführt. Das Trainergespann Käppeli/Bertschinger trat nach zwei Saisons zurück.
Die Nachfolger wurden von der Mannschaft selbst rekrutiert. (Anm: An einem feuchtfröhlichen Unihockeyturnier) Wolfgang Pandiani und Dani Rössler fanden so den Weg in den SCI. Diese lotsten danach auch noch ein paar Kollegen von Fireball Nürensdorf nach Illnau. Klingende Namen, wie der gefürchtete "Spitzwinkel" Koradi und "Marthon-Man" Dodo Müller oder Robert Rezan verstärkten fortan die Herrenabteilung.
Die Erfahrung, dass der Trainerverschleiss bei Damenmannschaften enorm ist, machte auch der SCI. Rössler gaben nach einer Saison entnervt auf. Pandiani trainierte die Damen in der Saison 1999/2000 alleine, dann gab auch er sein Amt ab.
Der Vorstand stellte der Mannschaft nun ein Ultimatum: Neuer Trainer suchen - oder Auflösung. Olaf Bertschinger erbarmte sich und übernahm interimistisch, um den Mädels Zeit zum Suchen zu geben. Die Suche nach einem externen Trainer endetet aber erfolglos. Jedoch liess sich Olaf durch die treuherzigen Blicke der gesamten Mannschaft erweichen und übernahm das Traineramt offiziell.
In der Zwischenzeit konnten man aber die Abgänge nicht mehr mit neuen Spielerinnen ersetzen. Das Kader wurde von Jahr zu Jahr kleiner. In der letzten Saison trat man meist nur noch mit 4 Feldspielerinnen und einem Goalie an. Am Ende der Saison 2001/2002 war es dann leider soweit, die Damenmannschaft musste aus Mangel an Spielerinnen aufgelöst werden.
Bemerkenswert ist aber die Tatsache, dass dem Verein doch einige Spielerinnen erhalten geblieben sind. Mirjam Gonser wurde im Jahr der Auflösung der 4. Präsident (Präsidentin von 2002-2004), oder eben die 1. Präsidentin des SC Illnau. Mit Nadine Schulthess, als Aktuarin, hatten die Damen sogar die Mehrheit im auf 3 Personen reduzierten Vorstand.
Auch heute spielt Mirjam Gonser noch regelmässig im Herren II Training, sie ist so zu sagen der zweite Torhüter vom "Zwei".
Damit wäre das Kapitel Damenmannschaft eigentlich abgeschlossen gewesen, doch 2005 fand sich auf einmal wieder eine grössere Gruppe von weiblichen Unihockeybegeisterten und auf die Seison 2005/2006 wurde erneut eine Mannschaft für die Meisterschaft angemeldet. Die erste Saison verlief ernüchternd. Die SCI-lerinnen blieben in einer starken Gruppe ohne Sieg! Doch schon im Jahr darauf waren Fortschritte erkennbar. Am Ende der Saison 2006/2007 stand man mit 7 Siegen auf dem hervorragenden 5. Platz in der Tabelle.


Die Juniorenabteilung
Schon im zweiten Vereinsjahr gründete man 1995 eine Nachwuchsmannschaft. Diese wurde bei den Junioren B angemeldet. Gecoacht wurden die Junioren zu Beginn vom Trainertrio Thalmann / Peclard / Ackeret. Drei erfolgreichen Leichtathleten, die leider keine Ahnung vom Unihockey hatten. Mit grossen Erfolgen konnte der Nachwuchs somit in den ersten Saisons nicht aufwarten. Dafür wussten sie wie man die Jungs für gute Trainingsleistungen belohnt. Die "Spezialprämien" waren heissbegehrt, und man munkelt, dass diese Heute noch das Fundament für Andreas Salims "Bildlisammlung" darstellen.
Ein Blick auf die heutige Kaderliste genügt, um zu sehen, dass der erste Juniorenjahrgang bei den Aktiven praktisch nicht mehr existent ist, denn nur einer blieb übrig. "And the winner is: Daniel Steinacher!"
Steini spielte sich, als 1. Junior der SCI Geschichte durch den gesamten Nachwuchsbereich in die 1. Mannschaft. Gratulation! (Anm: Böse Zungen behaupten, dass er immer noch genau so Unihockey spiele, wie am ersten Trainingstag.)
Auf die Saison 1997/1998 wurde die Juniorenabeilung ausgebaut. Die ersten Jahrgängen spielten mittlerweile bei den A-Junioren, die jüngeren Spieler bei den B-Junioren.
Mit der Zeit ging dann der Überblick über die Mannschaften und die Trainer im üblichen SCI Chaos total verloren. Kein Wunder, die Trainer wechselten mehrmals, auch während der Saison! Wer, wann, welche Mannschaft trainierte ist nicht mehr so ganz nachvollziehbar, doch die Namen der Juniorentrainer über die Jahre sind erhalten geblieben:
Die schon erwähnten Stefan Thalmann, René Peclard und Martin Ackeret waren definitiv die Ersten. Es folgten mit den Jahren: Päde Benz, Pascal Amsler, Stöff Rohner, Martin Urwyler, Thomas Hürzeler, Simon Hug, Marco German, Dani Rössler, Pirmin Hürzeler und Andreas Balmer, Alex Salowski, Roland Wirz, Stefan Burkhalter und Olaf Bertschinger. Olaf darf für sich jedoch den Titel: "Erfolglosester Juniorencoach der Geschichte" in Anspruch nehmen. Mit den Überresten der ersten U21 GF Mannschaft kam man eine Saison lang nicht einmal in die Nähe eines Punktgewinns - Bis am Saisonende der SUHV dem gebeutelten Team noch einen 5:0 forfait Sieg am Grünen Tisch zugestand.
Für Unterhaltung war auch bei den Jüngsten immer bestens gesorgt.
Unvergessen Ersatztrainer Urs Käppeli bei seinem Glanzstück. Eine sich anbahnende 0:30 Niederlage sollte durch konsequentes Foulspiel seiner Mannschaft, zum vorzeitigen Spielabbruch gebracht werden, damit die Partie nur 0:5 forfait gewertet würde. Resultat: 500 Franken Busse vom Verband, wegen unsportlichem Verhalten, ausserdem wurde das hohe Endresultat trotzdem gewertet. Oder "GTI" Hug, der nach gewonnen Spielen zur Belohnung der Spieler nur mit 170 statt 190 km/h heimwärts fuhr. Sportliche Höhepunkte gab es meist nur wenige. Bis auf die Saison 2002/2003 wo sich die A-Junioren dank dem 2. Tabellenplatz im Quervergleich mit den andern Gruppenzweiten für die regionalen Schweizermeisterschaften qualifizieren konnten.
Nichts desto trotz, bilden heute einige ehemalige Junioren das Gerüste der aktuellen 1. Mannschaft. Pirmin Hürzeler, Thomas Schweingruber, Roli Wirz und Andreas Balmer haben alle die Juniorenschule des SC Illnau durchlaufen, und wie schon erwähnt der Ur-Junior Steini. Viele hoffnungsvolle Talente sind leider auf der Strecke geblieben.
Wo wäre der SCI, wenn Leute wie z. B. Christian Enderli oder Fabian Behler nicht schon im Juniorenalter aufgehört hätten mit dem Unihockey spielen?
Die Saison 2006/2007 der B-Junioren wird wohl ebenfalls in die Geschichte eingehen. Das Team bestehend aus 4-5 Spielern war von Anfang an unterbesetzt. Die SCI-ler "rockten" die Gruppe aber ganz gewaltig und hatten am letzten Spieltag immer noch die Chance auf den Gruppensieg. Man scheiterte aber schlussendlich an der Übermacht des späteren Regionalmeisters aus Uster. Immerhin war man aber das erste Team, dem es nach mehr als zwei Spielzeiten gelang, dem Favoriten einen Punkt zu stehlen - und das mit nur 4 Feldspielern.


"S’Zwei"
Wegen dem grossen Spielerandrang stieg der SCI schon ab der 1. Saison mit einer 2. Mannschaft in die Meisterschaft ein. Die Mannschaft war das Auffangbecken für die Plauschspieler im Verein. Spass am Unihockey stand, und steht im "Zwei" im Vordergrund. Mit dem Wechsel der 1. Mannschaft aufs Grossfeld benötigte man aber auf einmal deutlich mehr Spieler. Um ein Haar wäre die 2. Mannschaft aus Spielermangel aufgelöst worden, doch irgendwie gelang es immer ein paar Leute zusammen zu bringen, um den Meisterschaftsbetrieb am laufen zu halten. Heute spielen in der Mannschaft verschiedenen "Altstars". Diese setzen sich zusammen aus Spielern, welche neben dem Grossfeld auch gerne mal ein Spielchen auf dem Kleinfeld bestreiten oder Spielern, die keine Zeit mehr haben den Trainingsaufwand der 1. Mannschaft zu bestreiten. Dazu kommen noch diejenigen, welche dem Grossfeldunihockey eher abgeneigt sind.
Kurzum: Im "Zwei" setzt sich der "Geist", des Ur-SCI’s fort!
Und dieser Geist ist noch ziemlich erfolgreich. 2005/2006 erfolgte der Aufstieg in die 3. Liga, wo man sich in der Saison darauf bereits auf dem 3. Tabellenrang etablieren konnte!

Der Ur-Goat: Das Vereinslogo von 1994 zierte auch die ersten Tenus. Entworfen wurde der Goat von Olaf Bertschinger.

"Men in Black"
Auch den Schiedsrichtern sollten wir gebührenden Respekt zollen. Meist gehen sie vergessen, aber ohne sie - Keine Meisterschaft. In der Vergangenheit hatte wir, wie die meisten Vereine, meist Mühe das Schirikontingent zu erfüllen. Stefan Hürzeler ist beim SCI die löbliche Ausnahme. Seit X Jahren meldet er sich immer wieder als Schiri, wärend auf den anderen Schiripositionen alles andere als Kontinuität herrscht. Für die Meisten ist nach einem Jahr schon wieder Schluss, und die Suche beginnt von vorne.
Anekdoten gibt es einige: Simon Beeli zum Beispiel, war einer der Ersten, der für den SCI ins "Schwarze Gwändli" schlüpfte, jedoch mit äusserst mässigem Erfolg.
Im Anschluss an eine Meisterschaftrunde in der Innerschweiz lauerten ihm ein paar Spieler auf dem Parkplatz auf, welche mit der gezeigten Leistung von Beeli ganz und gar nicht zufrieden waren. Unter Androhung von körperlicher Gewalt musste der arme Simon zuerst noch 50 Liegestütze "pumpen", bevor er wieder in die sichere Zivilistion des Kantons Zürich zurückkehren durfte.
Eine Saison lang gabs sogar ein Schiedsrichter-Duo im SCI. Pascal Amsler und Stef Hürzeler pfiffen sogar Grossfeldspiele auf nationalem Niveau. Oder besser hätten pfeiffen sollen. Sie brachten es gerade auf einen einzigen Einsatz! Meist musste Amsler passen: Militär, Verletzung, Prüfungen, dann wieder mal eine Verletzung - die Schirikommission des SUHV bekamm das ganze Repetoire von Entschuldigungsgründen vorgesetzt. Der arme Stef, der mit dem Schirigeld seinen kargen Lehrlingslohn aufbessern wollte, der nagte beinahem am Hungertuch.
Unendlich auch die Geschichte mit den Schiriprüfungen. Meist gingen die Illnauer 2x hin, weil sie es beim ersten Mal nicht packten. Hier bildet Simon Hug die Ausnahme, er fiel auch beim 2x durch. Resultat: Der SCI zahlte in dieser Saison, die Busse für's Nichterfüllen des Kontingents. Positives Beispiel: Nicole Müller, sie gab nach dem Nichtbestehen "vollen Körpereinsatz" und bekam am selben Tag eine 2. Chance. Man munkelt der Instruktor habe die Prüfung am Schluss zwar selber gelöst, doch wenn kümmert das im Nachhinein?
Nachfolgen noch die Namen derjenigen, die erfolgreich mindestens 1 Saison für den SC Illnau "pfiffen":
Simon Beeli, Pascal Amsler, Carolin Wismer, Dani Rössler, Wolfgang Pandiani, Nicole Müller, sowie die aktuellen Schiedsrichter: Stefan Hürzeler, Thomas Schweingruber, Mario Klossner


Die "Hall of Fame"
Zum Abschluss an dieser Stelle noch ein paar Worte zu den Ehrenmitgliedern des Sport Clubs.
Bis heute sind sechs Personen als Ehrenmitglieder ausgezeichnet worden.

Ehrenmitglieder Nummer 1 und 2 sind Jürg Zollinger und Martin Hübscher, sie wurden 1998 von der Generalversammlung zu Ehrenmitgliedern gewählt.
Jürg Zollinger war der Gründungs Vizepräsident, er verliesse den SCI 1998 und zog in den Kanton Luzern. Jürg wurde wegen seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied gewählt.
Martin Hübscher war ebenfalls ein Gründungsvorstandsmitglied. Er verdankt die Ehrenmitgliedschaft seinen Verdiensten im Zusammenhang mit der Illnauer Chilbi. Martin Hübscher zimmerte nämlich in Fronarbeit, zusammen mit Jürg Zollinger, die 1. SCI-Bar. Diese leistete in den ersten Chilbis treue Dienste. Als ihre Tage einige Jahre später gezählt waren, fand sie im Kachelofen von Vater und Sohn Amsler, ihr jähes Ende.

Ehrenmitglied Nummer 3 ist Gründungspräsident Urs Käppeli. Er wurden 1999 nach seinem Rücktritt als Präsident, in die "Hall of Fame" aufgenommen. Als Gründungspräsident und Initiator des SC Illnau, Gründer der Damenmannschaft und langjähriger Damentrainer kann er als der "Vater" des Sport Clubs angesehen werden. Ohne Urs wäre der Verein wohl nicht über die ersten Jahre hinweg gekommen.

Ehrenmitglied Nummer 4 ist wiederum ein Mitglied des "Hübscher-Clans". Im Jahre 2000 wurde Rolf Hübscher, ebenfalls Gründungsvorstandsmitglied und erster Aktuar, für seine Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied gewählt.

2002 war die Reihe an Pascal Amsler, dem 2. Präsidenten der Geschichte. Er wurde Ehrenmitglied Nummer 5. Pascal war ebenfalls im Gründungsvorstand und amtete zuerst als Teamchef. Er war der "Mr. Unihockey" bei der Vereinsgründung, da Pascal damals schon Unihockey gespielt hat (unter anderem beim Winterthur United Vorgänger Virtus Winterthur), und so als einziger eine Ahnung von den Feinheiten des Spiels hatte. Ausserdem war Pascal Amsler Trainer der 1. Herrenmannschaft auf dem Grossfeld und dem Kleinfeld. Pascal Amsler wurde nach seinem (ersten) Rücktritt als Präsident in die "Hall of Fame" berufen. 2004 gab er sein Vorstandscomeback und amtet nun ein zweites mal als Präsident.

Als sechstes Mitglied bekam Olaf Bertschinger, 2003 die Ehremitgliedschaft zugesprochen. Er ist das erste Ehrenmitglied, welches nicht dem Gründungsvorstand angehörte. Olaf war der 3. Präsident in der Geschichte des SCI. Zuvor war er ein langjähriges Vorstandsmitglied, Teamchef, sowie Trainer der 1. Herrenmannschaft und der Damenmannschaft. Nach 2 Jahren bei den Kloten-Bülach Jets kam er im Jahr 2004 zum SCI zurück und ist wieder im Vorstand aktiv. Er ist momentan der Vizepräsident des Sport Clubs Illnau.


Und ausserdem - Geschichten und Anekdötchen aus dem SCI Unter dem Motto: "Einen hab ich noch!

Röcke statt Shorts - Die Damenmannschaft wollte beim Wechsel von den Juniorinnen zu den Damen statt in "gewöhnlichen" Tenues, mit Tennisröcklein (so wie im Landhockey) antreten. Man führte innerhalb der Mannschaft sogar eine Abstimmung durch, nur leider ergaben Abklärungen beim Verband, dass dies nicht erlaubt sei. (Anm: Damit hat der SUHV damals eine grosse Chance verpasst das Damenunihocky viel populärer zu machen. Die Zuschauerzahlen wären sicher sprunghaft angestiegen.)

Run 'n Score - So hiess das 1.Vereinsheft des Sport Clubs. Praktisch seit der Gründung lieferte es Informationen und sorget für Erheiterung bei den Clubmitgliedern. Was heute die SCI-Homepage ist, war früher das "Run 'n Score", denn im Run 'n Score gab's die Rubrik von Mr. X. Der erste Redaktor war Martin Ackeret, mit dem Vereinsaustritt von "Acki" übernahmen Olaf Bertschinger (Redaktor) und Rolf Hübscher (Produzent) das Vereinsheft. Ursprünglich sollte das Heft alle 5-6 Wochen erscheinen, es erschien jedoch meist mit Verspätung. Produziert wurde übrigens an "Chöfes" PC. Das sah folgendermassen aus: Einmal im Monat tauchte der Redaktor beim Produzenten zu Hause auf, plünderte den Kühlschrank und soff das Bier leer. Kein Wunder wurden die Erscheinungszyklen mit der Zeit immer länger. Mit der Begründung er hätte keine Zeit versuchte sich "Chöfe" den "Parasiten" vom Leibe zu halten. Mit dem Aufschalten der Homepage waren dann die Tage des "Run 'n Score" definitiv gezählt. (Anm: Seit Jahren arbeitet man übrigens an einer Reaktivierung des Magazins. Es soll 2x im Jahr, nämlich vor und nach der Saison, erscheinen. Mal sehen was daraus noch wird.)


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